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Das Bad Schinznach befindet sich zwischen den Städten Aarau und Brugg, eingebettet in die Flusslandschaft des Aaretals. Nur wenige Kilometer flussabwärts vereinigt sich die Aare, vom Berner Oberland kommend, zuerst mit der Reuss, die in der Innerschweiz entspringt, und später mit der Limmat, die vor dem Durchfluss des Zürichsees Linth heisst und ihren Ursprung in den Glarner Alpen hat. Dieses Gebiet, „Wasserschloss der Schweiz“ genannt, bildet das geografische und von jeher auch das kulturelle Zentrum des Kantons Aargau. Hier siedelten sich die Kelten an, bevor die Römer mit dem Legionslager Vindonissa einen Militärposten einrichteten. Später gründete das Geschlecht der Habsburger von hier aus sein ganz Europa umfassendes Herrschaftsgebiet. Wenige Kilometer weiter nördlich mündet die Aare bei Koblenz in den Rhein.

Die Flüsse waren es auch, die im Kanton Aargau laufend wirtschaftliche Entwicklung und Veränderungen mitprägten, zuerst als Verkehrswege und später als Mittel zur Energieerzeugung. Diese beiden Aspekte durchziehen die Geschichte des Kantons bis heute, wenn auch mit anderen Ausprägungen: Die erste Eisenbahnlinie der Schweiz führte die „bessere Gesellschaft“ von Zürich zur Kur an die heilenden Quellen in Baden.

Schon früh wurden die Wasserläufe neben der Schifffahrt auch zur Stromerzeugung genutzt, was dem Aargau zu einer ziemlich dichten Industrialisierung verhalf.

Heute weltweit operierende Konzerne hatten ihre Wurzeln in diesem Kanton, und die drei Atomkraftwerke Beznau I, Beznau II und Leibstadt zeugen noch immer von Pionierleistungen der Technisierung. So ist der Kanton Aargau, zwischen den Mittellandzentren Zürich, Basel und Bern, bei vielen vor allem als Industrie- und Durchgangskanton bekannt. Zu Unrecht, hat doch der Aargau auch landschaftlich und kulturell Beachtliches zu bieten. Die abwechslungsreiche Landschaft zwischen Ausläufern des Platten- und Kettenjuras im Norden und den sanften Hügeln der beginnenden Voralpen im Süden ist durchsetzt von schönen Altstädten, gemütlichen Dörfern und vielen Baudenkmälern von teilweise ausserordentlicher geschichtlicher und kultureller Bedeutung. Es lohnt sich also, das Gebiet einmal genauer zu erkunden. Lassen Sie sich überraschen!

Schinznach Bad
Bad Schinznach liegt 350 Meter über Meer, im fruchtbaren und lieblichen Aaretal, am Fusse des mit dem Schloss Habsburg gekrönten Wülpelsbergs. Die Umgebung von Schinznach mit den bewaldeten Hügeln und Bergen, mit den vielen Schlössern und Ruinen, mit den schmucken Dörfern und Städten darf wohl mit Recht als einer der schönsten Teile des Aargaus gelten.

Das alles ist Schinznach-Bad:
Auf den ersten Blick gegensätzlich, aber beim genauen Hinsehen und Erleben doch ein Ganzes.

Die breite Hauptstrasse wirkt vielleicht nicht gerade einladend, ist jedoch für unsere Gemeinde trotzdem von grosser, vor allem wirtschaftlicher Bedeutung. An dieser ist nämlich die Amag, der Schweiz grösster Autoimporteur, domiziliert. Sie führt exklusiv die Marken VW, Audi, Porsche, Seat und Skoda in die Schweiz ein.

Nur einige Meter von dieser Verkehrsachse entfernt, breitet sich das Kurgebiet mit Heil- und Erlebnisbädern, Hotel und Restaurationsbetrieben, Kliniken und Arztpraxen, einladenden Boutiquen sowie Sportstätten aus.

Überdies betreibt die Weinbaugenossenschaft Schinznach in unserer Gemeinde ein Verkaufsgeschäft mit umfassendem Angebot an feinen Weinen und gebrannten Wassern. Wenn deren Angebot nicht unter den Läden für den täglichen Bedarf aufgeführt ist, geschieht dies nicht ohne Absicht.

Im reformierten Schinznach-Bad gibt es zwar keine Kirchen, dafür zwei Kapellen. Zum einen die durch die Gemeinde im Jahre 1954 als Abdankungshalle erstellte und 1995 sanierte und erweiterte Friedhofkapelle, in welcher regelmässig reformierte Gottesdienste abgehalten werden. Zum anderen auch unsere Kurkapelle.