Quellgeschichte: Man schrieb das Jahr 1651. Es regnete im Mittelland, die Aare war über die Ufer getreten. Die Sonne zeigte sich wieder, der Pegel der Aare sank. Ein sonderbarer Geruch verbreitete sich im ganzen Tal.
Die Aare hatte ihr Bett nach rechts verlegt und eine warme, nach Schwefel riechende Quelle freigelegt.
1658 wurde das erste Badehäuschen errichtet. In kleinen Badekästen genossen Gäste das Bad.
1670 nahm der Badebetrieb ein abruptes Ende. Während einem Hochwasser schwenkte die Aare nach links zurück und deckte die Schwefelquelle zu.
21 Jahre vergingen, bis der Zürcher „Badgraber“ Lienhard Bindschedler die Quelle wieder entdeckte und sie mittels einer einfachen Fassung betriebsbereit machte.
Die 1827 am selben Ort erstellte neue Quellfassung wird 1882 bis auf den wasserführenden Muschelkalk auf 6 Meter vertieft. Sie ist heute noch erhalten und zu besichtigen.
Heute fördert die Bad Schinznach AG aus der 1996 erbohrten neuen Quellfassung mit einer Tiefe von 370 Metern Thermalwasser von 45 Grad Celsius für den Badebetrieb und für geothermische Nutzung. Diese bringt eine Einsparung von 400t Heizöl pro Jahr.